Hüftarthrose (Coxarthrose) – Ursachen, Symptome, Verlauf & gelenkerhaltende Behandlung
Direkte Antwort
Was ist eine Hüftarthrose (Coxarthrose)?
Hüftarthrose (Coxarthrose) ist der fortschreitende Verschleiß des Gelenkknorpels im Hüftgelenk. Leitsymptom ist der Leistenschmerz, dazu kommen Anlaufschmerz und eine zunehmend eingeschränkte Beweglichkeit. Am Arthrose Institut behandeln wir die Coxarthrose gelenkerhaltend – mit dem Ziel, das eigene Gelenk zu erhalten und eine Hüftprothese zu vermeiden oder hinauszuzögern.
1.500+
gelenkerhaltende Behandlunge
seit 2016
Erfahrung im Gelenkerhalt
4 von 5
Patienten verschieben die OP*
98 %
würden uns weiterempfehlen*
Woher kommt eine Hüftarthrose?
Der Knorpel im Hüftgelenk ist – im Bild gesprochen – der Reifen auf der Felge: Er sorgt dafür, dass Hüftkopf und Hüftpfanne reibungslos gleiten und Stöße gedämpft werden. Nutzt sich dieser Knorpel ab, reibt Knochen auf Knochen. Man unterscheidet die primäre Coxarthrose (ohne fassbare Ursache, oft altersbedingt) von der sekundären Coxarthrose, die eine konkrete Vorerkrankung als Auslöser hat:
- Hüftdysplasie – eine angeborene, zu flache Hüftpfanne, die den Knorpel ungleich belastet
- Femoroazetabuläres Impingement (FAI) – ein mechanisches Anschlagen zwischen Kopf und Pfanne
- Hüftkopfnekrose – ein Absterben von Knochengewebe durch Durchblutungsstörung
- Folgen von Verletzungen wie Brüchen im Hüftbereich (posttraumatisch)
- Fehlstellungen der Beinachse und dauerhafte Überlastung, z. B. durch Übergewicht oder einseitige Belastung
Wie erkenne ich eine Hüftarthrose? Die ersten Anzeichen
Eine Coxarthrose kündigt sich meist schleichend an. Typische Frühzeichen sind:
- Leistenschmerz als Leitsymptom – oft ausstrahlend in Oberschenkel, Gesäß oder bis zum Knie
- Anlaufschmerz nach dem Aufstehen oder längerem Sitzen, der sich nach einigen Schritten bessert
- Morgensteifigkeit im Hüftbereich
- Eingeschränkte Innenrotation – das Eindrehen des Beins fällt früh schwer (wichtiges Untersuchungszeichen)
Wie macht sich eine Hüftarthrose im Alltag bemerkbar?
Mit fortschreitendem Verschleiß wird die Hüfte im Alltag zunehmend spürbar: Das Anziehen von Socken und Schuhen fällt schwer, das Ein- und Aussteigen ins Auto wird mühsam, die schmerzfreie Gehstrecke wird kürzer und viele Betroffene beginnen zu hinken. Häufig kommt es zu Schmerzen in der Nacht und zu einem Rückzug aus Sport und Freizeit. Genau hier setzen wir an – bevor die Beschwerden den Alltag bestimmen.
Wie verläuft eine Hüftarthrose? Die vier Stadien
Arthrose verläuft in der Regel fortschreitend. Vereinfacht lassen sich vier Schweregrade unterscheiden:
1. Stadium – beginnend:
Der Knorpel weicht auf, erste Belastungsschmerzen treten gelegentlich auf. Jetzt sind die Chancen des Gelenkerhalts am größten.
2. Stadium – leicht:
Sichtbarer Knorpelabrieb, der Gelenkspalt verschmälert sich, Schmerzen bei Belastung nehmen zu.
3. Stadium – mittel:
Deutlicher Knorpelverlust, häufige Schmerzen und spürbare Bewegungseinschränkung, erste Umbauten am Knochen (Osteophyten).
4. Stadium – fortgeschritten:
Großflächiger Knorpelverlust bis auf den Knochen, oft Dauerschmerz. Auch hier sind gelenkerhaltende Verfahren häufig noch eine Option.
Warum sich frühes Handeln lohnt:
Je früher die Arthrose erkannt und behandelt wird, desto besser lässt sich der Verschleiß bremsen und desto länger bleibt das eigene Gelenk erhalten. Ein Röntgenbild allein sagt wenig über Ihre tatsächlichen Beschwerden aus – entscheidend ist die funktionelle Untersuchung.
Wie stellen wir die Diagnose?
Wir setzen auf eine funktionelle Diagnostik statt einer reinen Momentaufnahme: Beinachsenvermessung, digitale Volumentomographie (DVT) unter Belastung sowie eine dynamische Gang- und Bewegungsanalyse. So beurteilen wir das Gelenk in seiner tatsächlichen Funktion – denn eine OP-Entscheidung sollte nie allein auf einem Röntgenbild beruhen.
Wie behandeln wir Hüftarthrose ohne Operation?
Unser gelenkerhaltender Ansatz kombiniert mehrere Bausteine, die individuell abgestimmt werden:
- Intraartikuläre Kollagen-Injektionen – hydrolysiertes Kollagen wird vom Körper besser aufgenommen als Hyaluronsäure und kann Schmerz und Funktion verbessern.
- Trainings- und Bewegungstherapie – gezielte Kräftigung der hüftstabilisierenden Muskulatur mit modernen Geräten (u. a. Anti-Schwerkraft-Laufband, EMS).
- Physikalische Therapie – z. B. Stoßwelle, Magnetfeld, TENS und weitere in der S2k-Leitlinie 2020 empfohlene Verfahren.
- Regenerative Verfahren – bei geeigneten Befunden prüfen wir die Therapie mit körpereigenen Stammzellen (SVF) zum Erhalt des Gelenks.
Konservative Therapie
Hydrolysiertes Kollagen (statt Hyaluronsäure), Trainingstherapie (AlterG, EMS, HUBER 360) und physikalische Verfahren nach S2k-Leitlinie 2020.
Stammzellentherapie
Wiederaufbau der Knorpelschicht mit körpereigenen Stammzellen (SVF) – ambulant, ca. 45 Min. Unsere Leuchtturm-Behandlung.
In vier Schritten zum Gelenkerhalt
Erfolgreiche Behandlungen & Stimmen unserer Patienten
Was kostet die Behandlung?
Das Arthrose Institut arbeitet als Privatpraxis. Eine Erstvorstellung in der Privatsprechstunde kostet je nach Umfang ca. 180 €. Regenerative Verfahren wie die Stammzelltransplantation in ein Gelenk liegen bei ca. 4.200 €. Einige private Krankenkassen übernehmen Anteile; wir unterstützen mit Behandlungsbegründungen und aktueller Literatur.
Häufige Fragen zur Hüftarthrose
Muss eine Hüftarthrose immer operiert werden? Nein. Eine Prothese sollte nie allein aufgrund eines Röntgenbildes empfohlen werden. Häufig lassen sich Beschwerden gelenkerhaltend lindern und der Zeitpunkt einer Operation hinauszögern.
Was hilft gegen Leistenschmerz bei Hüftarthrose? Neben gezielter Trainings- und physikalischer Therapie kann eine intraartikuläre Kollagen-Injektion Schmerzen lindern und die Gelenkfunktion verbessern.
Ist die Innenrotation wirklich zuerst eingeschränkt? Ja, typischerweise ist die Innendrehung der Hüfte früh betroffen – ein wichtiges Untersuchungszeichen.
Kann ich mit Hüftarthrose noch Sport treiben? In vielen Fällen ja. Gelenkschonende Bewegung ist sogar Teil der Therapie; die passende Belastung stimmen wir individuell ab.
