Schulterarthrose (Omarthrose) – Ursachen, Symptome, Verlauf & gelenkerhaltende Behandlung
Direkte Antwort
Was ist eine Schulterarthrose (Omarthrose)?
Schulterarthrose (Omarthrose) ist der Verschleiß des Gelenkknorpels im Schultergelenk zwischen Oberarmkopf und Schulterpfanne. Typisch sind bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen, Steifigkeit und ein Kraftverlust – etwa beim Heben oder Drehen des Arms. Am Arthrose Institut behandeln wir die Omarthrose gelenkerhaltend, um das eigene Gelenk möglichst lange zu erhalten.
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Woher kommt eine Schulterarthrose?
Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers – entsprechend stark wird sein Knorpel beansprucht. Neben der primären (anlagebedingten) Form entsteht die Omarthrose häufig sekundär:
- Rotatorenmanschettenschaden – ein Riss der stabilisierenden Sehnenkappe kann zur sogenannten Defektarthropathie führen
- Nach Verletzungen wie Oberarmkopf- oder Gelenkbrüchen (posttraumatisch)
- Nach wiederholten Auskugelungen (Instabilität/Luxationen)
- Durchblutungsstörungen des Oberarmkopfs (Osteonekrose)
- Chronische Überlastung, z. B. bei Überkopfsport oder -beruf
Wie erkenne ich eine Schulterarthrose? Die ersten Anzeichen
- Bewegungs- und belastungsabhängige Schulterschmerzen, vor allem beim Anheben und Drehen des Arms
- Steifigkeit und ein Gefühl, den Arm nicht mehr frei bewegen zu können
- Reib- oder Knirschgeräusche (Krepitation) im Gelenk
- Kraftverlust beim Greifen und Heben
Wie macht sich eine Schulterarthrose im Alltag bemerkbar?
Weil fast jede Handlung über die Schulter läuft, ist eine Omarthrose im Alltag früh spürbar: Haare kämmen, eine Jacke anziehen, in ein hohes Regal greifen oder auf der betroffenen Seite liegen wird zunehmend schwierig. Viele Betroffene meiden Überkopfbewegungen und schlafen wegen Nachtschmerz schlechter. Je früher gegengesteuert wird, desto besser lässt sich die Beweglichkeit erhalten.
Wie verläuft eine Schulterarthrose? Die vier Stadien
1. Stadium – beginnend:
Knorpelaufweichung, gelegentliche Schmerzen bei stärkerer Belastung.
2. Stadium – leicht:
Zunehmender Knorpelabrieb, Schmerzen bei Alltagsbewegungen, beginnende Steifigkeit..
3. Stadium – mittel:
Deutlicher Knorpelverlust, eingeschränkte Beweglichkeit, Kraftverlust, Nachtschmerz.
4. Stadium – fortgeschritten:
Großflächiger Knorpelverlust, oft Dauerschmerz und stark eingeschränkte Funktion.
Warum sich frühes Handeln lohnt:
Die Schulter reagiert empfindlich auf Schonung – Bewegungsmangel führt schnell zu Versteifung. Eine frühe, gezielte Therapie erhält Beweglichkeit und Kraft und kann eine Operation vermeiden oder hinauszögern.
Wie stellen wir die Diagnose?
Grundlage ist eine funktionelle Untersuchung der Schulter mit Prüfung von Beweglichkeit und Kraft, ergänzt durch moderne Bildgebung. So lässt sich einschätzen, ob und wie stark Knorpel und umgebende Strukturen – etwa die Rotatorenmanschette – betroffen sind. Das ist entscheidend für die Wahl der gelenkerhaltenden Therapie.
Wie behandeln wir Schulterarthrose ohne Operation?
- Intraartikuläre Kollagen-Injektionen zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Gelenkfunktion.
- Trainings- und Bewegungstherapie zur Kräftigung der schulterstabilisierenden Muskulatur und zum Erhalt der Beweglichkeit.
- Physikalische Therapie (z. B. Stoßwelle, Magnetfeld, TENS) gemäß S2k-Leitlinie 2020.
- Regenerative Verfahren – bei geeigneten Befunden prüfen wir die Therapie mit körpereigenen Stammzellen (SVF).
Konservative Therapie
Hydrolysiertes Kollagen (statt Hyaluronsäure), Trainingstherapie (AlterG, EMS, HUBER 360) und physikalische Verfahren nach S2k-Leitlinie 2020.
Stammzellentherapie
Wiederaufbau der Knorpelschicht mit körpereigenen Stammzellen (SVF) – ambulant, ca. 45 Min. Unsere Leuchtturm-Behandlung.
In vier Schritten zum Gelenkerhalt
Erfolgreiche Behandlungen & Stimmen unserer Patienten
Was kostet die Behandlung?
Als Privatpraxis berechnen wir eine Erstvorstellung je nach Umfang mit ca. 180 €. Regenerative Verfahren wie die Stammzelltransplantation in ein Gelenk liegen bei ca. 4.200 €. Einige private Krankenkassen übernehmen Anteile.
Häufige Fragen zur Schulterarthrose
Kann man Schulterarthrose ohne OP behandeln? Ja, in vielen Fällen. Gelenkerhaltende Verfahren zielen darauf, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und eine Operation zu vermeiden oder hinauszuzögern.
Was hat die Rotatorenmanschette mit Schulterarthrose zu tun? Ein Sehnenriss kann das Gleichgewicht im Gelenk stören und langfristig eine Arthrose begünstigen (Defektarthropathie) – deshalb beziehen wir die umliegenden Strukturen in die Diagnostik ein.
Warum tut die Schulter nachts weh? Nacht- und Ruheschmerz ist ein typisches Zeichen fortgeschrittener Arthrose; eine gezielte Therapie kann ihn oft deutlich lindern.
