Kniearthrose (Gonarthrose) – Behandlung mit Gelenkerhalt
Direkte Antwort
Was ist Kniearthrose – und wie wird sie behandelt?
Kniearthrose (Gonarthrose) ist die großflächige Abnutzung des Gelenkknorpels im Knie. Wir behandeln sie gelenkerhaltend – konservativ und, wenn sinnvoll, mit körpereigener Stammzellentherapie zum Wiederaufbau der Knorpelschicht, um einen künstlichen Kniegelenkersatz zu vermeiden oder hinauszuzögern.
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Woher kommt eine Kniearthrose?
Kniearthrose (Gonarthrose) ist die großflächige Abnutzung des Gelenkknorpels im Knie. Der Knorpel ist wie der Reifen auf der Felge: Fehlt er, gleitet das Gelenk nicht mehr gut und ist nicht mehr gedämpft. Die Abnutzung kann das ganze Gelenk oder nur einzelne Anteile betreffen. Man unterscheidet die primäre Gonarthrose (ohne fassbare Ursache, oft altersbedingt) von der sekundären:
- Fehlstellungen der Beinachse (O- oder X-Bein) mit einseitiger Überlastung
- Folgen von Verletzungen wie Meniskus- oder Bandschäden (posttraumatisch)
- Dauerhafte Überlastung, z. B. durch Übergewicht oder kniebelastende Tätigkeiten
- Entzündliche Gelenkerkrankungen in der Vorgeschichte
Wie erkenne ich eine Kniearthrose? Die drei typischen Anzeichen
- Morgensteifigkeit – morgens deutliche Bewegungseinschränkung im Knie.
- Einlaufschmerz – Sie brauchen erst rund 10 Schritte, um beschwerdefreier zu gehen.
- Belastungsabhängige Schmerzen – nach ca. 30 Minuten Gehstrecke nehmen die Schmerzen stark zu.
Wie macht sich eine Kniearthrose im Alltag bemerkbar?
Mit fortschreitendem Verschleiß werden Treppensteigen, längeres Gehen, Hinknien und Aufstehen aus der Hocke zunehmend schwierig. Viele Betroffene bemerken Schwellungen nach Belastung, ein Instabilitätsgefühl und eine kürzer werdende schmerzfreie Gehstrecke – und ziehen sich aus Sport und Freizeit zurück. Genau hier setzen wir früh an.
Wie verläuft eine Kniearthrose? Die vier Stadien
1. Stadium – beginnend:
Der Knorpel weicht auf, gelegentliche Schmerzen bei stärkerer Belastung. Jetzt sind die Chancen des Gelenkerhalts am größten.
2. Stadium – leicht:
Sichtbarer Knorpelabrieb, der Gelenkspalt
3. Stadium – mittel:
Deutlicher Knorpelverlust, häufige Schmerzen, spürbare Bewegungseinschränkung, erste knöcherne Anbauten.
4. Stadium – fortgeschritten:
Großflächiger Knorpelverlust bis auf den Knochen, oft Dauerschmerz. Auch hier sind gelenkerhaltende Verfahren häufig noch eine Option.
Warum sich frühes Handeln lohnt:
Beim Kniegelenk sind die Ergebnisse eines künstlichen Gelenks oft weniger zufriedenstellend als bei der Hüftprothese. Umso wichtiger ist es, das eigene Knie so lange wie möglich zu erhalten – eine OP-Entscheidung sollte nie allein auf einem Röntgenbild beruhen.
Wie stellen wir die Diagnose?
Wir untersuchen das Knie funktionell – in Bewegung und unter Belastung: Beinachsenvermessung, digitale Volumentomographie (DVT) unter Belastung, funktionelle Messungen sowie eine Beinstatikanalyse inkl. Fußdruckmessung (Pedobarografie). So erkennen wir Fehlbelastungen, die die Arthrose vorantreiben.
Wie behandeln wir Kniearthrose ohne Operation?
Wir kombinieren mehrere gelenkerhaltende Bausteine, individuell abgestimmt:
Konservative Therapie
Hydrolysiertes Kollagen (statt Hyaluronsäure), Trainingstherapie (AlterG, EMS, HUBER 360) und physikalische Verfahren nach S2k-Leitlinie 2020.
Stammzellentherapie
Wiederaufbau der Knorpelschicht mit körpereigenen Stammzellen (SVF) – ambulant, ca. 45 Min. Unsere Leuchtturm-Behandlung.
In vier Schritten zum Gelenkerhalt
Erfolgreiche Behandlungen & Stimmen unserer Patienten
Behandlungserfolg – Beispiel Grad-4-Knorpelschaden
Bilder mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. med. Gerald Zimmermann (Quelle: sporthopaedic-hamburg.de).
Was kostet die Behandlung?
Das Arthrose Institut arbeitet als Privatpraxis. Eine Erstvorstellung in der Privatsprechstunde kostet je nach Umfang ca. 180 €. Die Stammzelltransplantation in ein Gelenk liegt bei ca. 4.200 €. Einige private Krankenkassen übernehmen Anteile; wir unterstützen mit Behandlungsbegründungen und aktueller Literatur.
Häufige Fragen zur Kniearthrose
Was ist der Unterschied zwischen Kniearthrose und Gonarthrose? Kein inhaltlicher – »Gonarthrose« ist der medizinische Fachbegriff für die Kniearthrose.
Muss eine Kniearthrose operiert werden? Nicht zwangsläufig. Gelenkerhaltende Verfahren können Beschwerden lindern und eine Prothese vermeiden oder hinauszögern.
Kann Knorpel wirklich wieder aufgebaut werden? Ziel der Stammzellentherapie ist der Wiederaufbau der Knorpelschicht; eine MRT-Kontrolle nach einem Jahr kann dies zeigen. Der Erfolg hängt individuell von der Ausgangssituation ab.
